Zustandszahl – Warum sie für die Gasabrechnung benötigt wird
Die Zustandszahl ist ein wichtiger Bestandteil jeder Gasabrechnung. Sie berücksichtigt, dass sich Erdgas je nach Druck und Temperatur unterschiedlich ausdehnt oder zusammenzieht.
Gas verändert sein Volumen
Wärme dehnt Erdgas aus
Kälte zieht Erdgas zusammen
Die Zustandszahl gleicht diese Unterschiede aus
So wird der tatsächliche Energiegehalt fair und vergleichbar abgerechnet
Warum gibt es die Zustandszahl?
Da Gaszähler das tatsächliche Gasvolumen messen, muss dieses Volumen auf einheitliche Bedingungen umgerechnet werden. Genau dafür wird die Zustandszahl verwendet.
Gemeinsam mit dem Brennwert bildet sie die Grundlage für die Umrechnung von Kubikmetern (m³) in Kilowattstunden (kWh).
Gas verändert sein Volumen durch äußere Einflüsse.
Dazu gehören insbesondere:
Luftdruck
Betriebsdruck im Gasnetz
Höhenlage
Ein Kubikmeter Erdgas enthält deshalb nicht unter allen Bedingungen exakt dieselbe Energiemenge. Die Zustandszahl sorgt dafür, dass diese Unterschiede bei der Abrechnung berücksichtigt werden.
Zustandszahl einsetzen und umrechnen.
Mit der Zustandszahl von Ihrer Gasrechnung wird aus dem gemessenen Volumen die abgerechnete Energiemenge.
2.500 m³ × 11,2 kWh/m³ × 0,95 = 26.600 kWh
Keine Werte zur Hand? Als Schätzwert gilt: Kubikmeter × 10 ≈ Kilowattstunden.
Wie wird die Zustandszahl verwendet?
Für die Gasabrechnung wird folgende Formel verwendet:
Gasverbrauch (m³) × Brennwert × Zustandszahl = Energieverbrauch (kWh)
Dadurch wird aus dem gemessenen Gasvolumen die tatsächlich gelieferte Energiemenge berechnet.
Wie hoch ist die Zustandszahl?
Die Zustandszahl liegt in der Praxis häufig zwischen 0,90 und 1,00.
Der genaue Wert hängt vom jeweiligen Netzgebiet und den örtlichen Gegebenheiten ab und wird vom zuständigen Netzbetreiber ermittelt.
Für Kunden besteht kein Handlungsbedarf – die Zustandszahl wird automatisch bei der Abrechnung berücksichtigt.
Warum ist die Zustandszahl für Unternehmen wichtig?
Unternehmen mit einem höheren Gasverbrauch profitieren von einer präzisen Erfassung ihres tatsächlichen Energieverbrauchs.
Die Zustandszahl sorgt dafür, dass die gelieferte Energiemenge unabhängig von Wetter oder regionalen Bedingungen fair und nachvollziehbar berechnet wird.
Dadurch lassen sich Energieverbräuche besser vergleichen und Energiekosten transparenter bewerten.
Preisbestandteile im Überblick
Arbeitspreis
Grundpreis
Netzentgelte
Steuern und Abgaben
Brennwert
Zustandszahl
Praxis-Tipp von Schnellgas
Praxis-Tipp von SchnellgasViele Unternehmen achten ausschließlich auf ihren Gaspreis. Für eine korrekte Abrechnung spielen jedoch auch Brennwert und Zustandszahl eine wichtige Rolle. Beide Werte sorgen dafür, dass nicht das Gasvolumen, sondern die tatsächlich gelieferte Energie berechnet wird.